Improvisation als Kulturtechnik – Potentiale für Vermittlung und Dialog
wir laden herzlich zu unserem nächsten digitalen, überregionalen Fachtreffen am 24. Februar 2026 von 10:00 bis 12:00 Uhr zum Thema „Improvisation als Kulturtechnik – Potentiale für Vermittlung und Dialog“ ein!
Im Fachtreffen geben Reiner Michalke (Intendant der Monheim Triennale), Bettina Bohle (Leiterin des Jazzinstituts Darmstadt) und Nikolaus Neuser (Trompeter – Jazz, Freie Improvisation & zeitgenössische Musik) in einem Impuls und einem anschließenden Zwiegespräch Einblicke in ihre Praxis. Gemeinsam möchten wir ausloten, welche Anknüpfungspunkte, Parallelen und Potentiale sich aus der Kulturtechnik Improvisation für musikalische Vermittlungsprozesse ergeben – auch über Genregrenzen hinweg.
Worum geht’s im Detail?
Improvisation ist eine zentrale Kulturtechnik musikalischer Praxis – im Jazz ebenso wie in zahlreichen weiteren musikalischen und künstlerischen Kontexten. Qualitäten wie Spontaneität, Kreativität und Flexibilität machen sie zu einem genre- und spartenübergreifend relevanten Ansatz kultureller Bildung. Im gemeinsamen Improvisieren lassen sich darüber hinaus das Zulassen unterschiedlicher Perspektiven sowie der konstruktive Umgang mit Reibung und Widersprüchen unmittelbar erfahren und erproben.
Als wesentlicher Bestandteil der Jazzpraxis reicht Improvisation dabei weit über das solistische Spiel über bekannte Standards hinaus. In Projekten wie den von der Bundeszentrale für politische Bildung geförderten Jazzpilot:innen wurden diese Dimensionen bereits in Vermittlungskontexten erprobt. Zugleich ist die Auseinandersetzung mit dem Potential des Jazz als kreativer, dialogischer Musikform mit gesellschaftlichen Schnittstellen seit Langem Teil kuratorischer und pädagogischer Konzepte.